Kasseler Stottertherapie Barmer GEK setzt Kooperation fort
Berlin (05.07.2010) Das Institut der Kasseler Stottertherapie (KST) und die Barmer GEK setzen weiter auf enge Zusammenarbeit. Am Wochenende wurde im Berliner Universitätsklinikum Charité ein entsprechender Kooperationsvertrag unterzeichnet, der an die Vorläufervereinbarung mit der ehemaligen Gmünder ErsatzKasse GEK anknüpft.
Der Vertrag beinhaltet unter anderem die Übernahme der Therapiekosten von Kindern ab sechs Jahren unter Einbeziehung eines Elternteils. "Mithilfe des innovativen Behandlungsverfahrens der KST können wir unseren Versicherten eine erfolgreiche Versorgung anbieten, die nachweislich auf lange Sicht hilft", erklärt Dr. Rolf-Ulrich Schlenker, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Barmer GEK.
Wirkung erziele die Therapie unter anderem durch eine strukturierte Nachsorge und eine therapeutische Intensivphase von zwei Wochen, in der die Kinder ganztägig neue Sprechtechniken trainieren. "Eine gute Nachsorge bietet idealerweise einen festen Übungsrahmen. Nur so lässt sich der nachhaltige Therapieerfolg gewährleisten", erklärt Dr. Alexander Wolff von Gudenberg, Facharzt für Allgemeinmedizin, Stimm- und Sprachstörungen vom Institut der Kasseler Stottertherapie. Bei der KST erfolgt nach der Intensivphase ein einjähriges überprüftes Nachsorgeprogramm. Die Patienten trainieren täglich mit einer speziellen Software zu Hause am Computer und müssen ihren Übungsnachweis (Logbuchdatei) an das Institut schicken. Wird vereinbarungsgemäß geübt, erstattet die Barmer GEK auch die Softwarekosten.
"Eine Umfrage vom Dezember 2009 hat gezeigt, wie zufrieden die Teilnehmer nach Abschluss der KST waren", so Schlenker. Alle Befragten gaben seinerzeit an, dass sie nach Abschluss der KST keine zusätzlichen therapeutischen Maßnahmen mehr in Anspruch nehmen mussten. Der Therapiebedarf ist groß, nach Expertenschätzungen stottert etwa ein Prozent der deutschen Bevölkerung, also 800.000 Menschen. Davon sind ca. 130.000 Kinder und Jugendliche.
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